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Forum Bildung Digitalisierung

 
News BD


Liebe Leser*innen,
das Forum Bildung Digitalisierung bekommt zum 1. April eine neue Leitung: Jacob Chammon übernimmt das Amt als geschäftsführender Vorstand des Forum Bildung Digitalisierung von Dr. Nils Weichert, der sein Amt nach zwei Jahren auf eigenen Wunsch zum 31. März niederlegt, um sich neuen Aufgaben zu widmen. Jacob Chammon ist seit dem 1. Oktober 2019 beim Forum tätig und verantwortete bislang die Angebote für Schulen. Zuvor war er Schulleiter der Deutsch Skandinavischen Gemeinschaftsschule in Berlin und als Berater und Coach für Schulleitungen und Schulverwaltungen in Dänemark tätig und kann damit auf viel Erfahrung aus der Praxis zurückgreifen. Die ausführliche Pressemitteilung zum Vorstandswechsel lesen Sie hier.
Die Mitgliedsstiftungen und das Team in der Geschäftsstelle wünschen Jacob Chammon einen erfolgreichen Start in seinem neuen Amt. Held og lykke!

Was bewegt uns darüber hinaus? Die „Coronakrise“ hält die Welt weiter in Atem und hat weitreichende Folgen für unsere Gesellschaft, den persönlichen Alltag und natürlich auch für die Schulen, die nun seit zwei Wochen vor der Herausforderung stehen, dass der Unterricht trotz Schulschließungen weitergehen muss. Besonders die Digitalisierung in der Bildung erhält vor diesem Hintergrund einen deutlichen Schub und es findet gerade eine breite Diskussion dazu in der Öffentlichkeit statt. Uns freut es sehr, dass die Debatte dabei so chancen- und lösungsorientiert geführt wird. Wann, wenn nicht jetzt, ist der perfekte Zeitpunkt dafür, um eine neue Idee, ein Konzept oder ein digitales Tool in Schule und Unterricht auszuprobieren und neue Wege zu betreten.
Doch auch Kritik wird geäußert: Die taz stellte in dieser Woche die Frage, ob Corona die Bildung ungleicher mache, der Umstieg auf digitalen Unterricht und E-Learning die Bildungsungerechtigkeit in Deutschland weiter verschärfe und ohnehin schon Privilegierte bevorzuge. Auch der DigitalPakt Schule rückt wieder vermehrt in den Fokus der Debatte, denn bislang läuft er nur schleppend an, und Forderungen nach Nachbesserungen, um beispielsweise auch die direkte Förderung digitaler Lernmittel zu ermöglichen, wurden in den letzten Tagen lauter und werden offenbar erhört. Heute gab Stefanie Hubig, Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz und Vorsitzende der Kultusministerkonferenz auf einer Pressekonferenz der Bitkom bekannt, dass die KMK gerade in Verhandlungen mit dem BMBF getreten ist, damit ein Teil der Digitalpaktmittel auch kurzfristig für Online-Lehr- und Lernangebote genutzt werden kann. Es ist also viel in Bewegung – die nächsten Wochen und Monate dürften spannend werden!

Wir verabschieden uns heute mit einem etwas längeren Newsletter in die Osterpause und wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre. Bleiben Sie gesund!


Aktuelles



Call for Participation: Konferenz Bildung Digitalisierung 2020
Der Call for Participation für die Konferenz Bildung Digitalisierung ist gestartet: Wie in den Vorjahren setzt sich das Programm der #KonfBD20 zu einem großen Teil  wieder aus einem öffentlichen Call for Participation zusammen. Interessierte Personen aus der Bildungspraxis, Bildungsverwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sind herzlich dazu eingeladen, ihre Programmvorschläge bis zum 30. April einzureichen. In diesem Jahr interessieren uns besonders Beiträge, die sich inhaltlich mit den thematischen Tracks Lernen.digital, Teilhabe.digital, Pakt.digital und Zukunft.digital auseinandersetzen und dabei Konzepte, Strategien und Lösungen sowie Chancen und Herausforderungen für Bildung in der digitalen Welt aufzeigen. Die #KonfBD20 ist bislang als Präsenzveranstaltung am 19. und 20. November in Berlin geplant. Sollte sich die Lage in Deutschland in den kommenden Wochen und Monaten weiter zuspitzen und nicht entspannen, werden wir entsprechende Konsequenzen ziehen. Wir halten Sie dazu in den nächsten Wochen stets auf dem Laufenden.

Neues Online-Austauschformat: Community Calls
Die flächendeckenden Schulschließungen als Folge der Corona-Krise sind für Schulleitungen, Lehrkräfte, Eltern und Schüler*innen herausfordernd. Allerdings macht Not bekanntlich auch erfinderisch und kann eine wichtige Chance zur digitalen Fortbildung für Schulleitungen, Lehrkräfte und Schüler*innen werden. Diese Entwicklungen haben wir zum Anlass genommen, um Community Calls als Online-Austauschformat ins Leben zu rufen. Mit dem Angebot richten wir uns an Schulleitungen, deren Teams und andere für die Digitalisierung an Schulen verantwortliche Personen. Der gemeinsame Austausch und die Bündelung von Ressourcen und Anstrengungen stehen dabei im Vordergrund.  Ein erster Community Call zum Thema Kommunikation mit Micha Pallesche, Schulleiter der Ernst-Reuter-Schule in Karlsruhe, fand in dieser Woche bereits statt und stieß auf positive Resonanz. Heute Nachmittag findet um 17 Uhr der zweite Community Call zum Thema Kollegiale Kooperation mit Björn Nölte, Oberstufenkoordinator und Lehrer für Deutsch und Geschichte, statt. Melden Sie sich gerne hier noch an und schalten Sie sich live dazu. Ein dritter Community Call zum Thema Digitale Grundschule findet am 3. April um 11 Uhr statt. Weitere Informationen dazu finden Sie in Kürze auf unserer Website.

Handreichung „Berufsschulen digital“ der Deutsche Telekom Stiftung
Im Rahmen des Projektes „Berufsschule digital“ hat die Deutsche Telekom Stiftung eine neue Online-Handreichung veröffentlicht. Die Handreichung besteht aus insgesamt zehn Fachartikeln, die sich mit der Frage beschäftigen, welche berufsübergreifenden und berufsspezifischen digitalen Kompetenzen Berufsschüler*innen erwerben müssen und welche Bedingungen Berufsschulen und deren Lehrkräfte benötigen, um digitale Medien gewinnbringend in ihren Unterricht und ihre Organisation einbinden zu können.

15 Schulen für den Deutschen Schulpreis 2020 nominiert
Insgesamt 81 Schulen haben sich deutschlandweit um den Deutschen Schulpreis 2020 beworben, der seit 2006 jährlich von der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung verliehen wird. 15 davon wurden nun für den Deutschen Schulpreis nominiert, der eigentlich am 20. Mai in einer feierlichen Zeremonie von Bundeskanzlerin Angela Merkel überreicht werden sollte – wie die Preisverleihung angesichts der aktuellen Situation planmäßig stattfinden kann, ist noch offen. Übrigens wird auch 2021 wieder ein Schulpreis verliehen. Die Bewerbungsphase dafür läuft bereits.
 




Neu im Blog



Ein Mädchen liest ein Schulbuch und nutzt eine App.
Foto: Katja Anokhina / CC BY 4.0

Die Spotify-Strategie: Digitale Schulbücher in Estland
Die Digitalisierung von Schulbüchern ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines digitalisierten und hochwertigen Unterrichts. Ein Blick nach Estland zeigt, wie Wettbewerb und das Setzen richtiger Anreize den didaktischen Mehrwert von digitalen Schulbüchern sichern können. Alexander Brand, selbst mit Lehramtsabschluss in der Tasche ausgestattet und fünf Monate auf Bildungsreise durch vier Länder, hat sich in Estland live vor Ort einen eigenen Eindruck von dem Vorreiterland in Sachen Digitalisierung gemacht und liefert in unserem Blog spannende Einblicke.

Lesen

Ein Post mit der Aufschrift „Denkraum“ hängt an einer Wand.
Foto: Katja Anokhina / CC BY 4.0

Die „Corona-Krise“: Eine Chance für zeitgemäßes Lernen
Das Coronavirus und die flächendeckenden Schulschließungen stellen Schulen, Lehrkräfte, aber auch Eltern und die Schüler*innen vor neue Herausforderungen. Wie kann das Lehren und Lernen trotzdem weitergehen? Björn Nölte, Oberstufenkoordinator und Lehrer für Deutsch und Geschichte, mit einem Plädoyer, diese Zeit als Chance für zeitgemäßes Lernen zu nutzen.

Lesen

Die Tasten eines Mischpults.
Foto: Katja Anokhina / CC BY 4.0
Schulentwicklung als Update
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Ein offener Lernraum in einer Schule.
Foto: Katja Anokhina / CC BY 4.0
Postdigitale Schule
Lesen

Ein Kind nutzt die Plattform mebis auf einem Tablet.
Foto: Tina Umlauf / CC BY 4.0
Schulporträt: Oskar-Maria-Graf Gymnasium Neufahrn
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Netzlese



Podcast: Wie Corona Bildung revolutionieren könnte
„Vier Jahre nach der Coronakrise ist Bildung in Deutschland weitgehend digital geworden. Alleine im vergangenen Jahr wurden zehn neue Online-Universitäten gegründet. Auch Schulen bieten deutlich mehr Online-Unterricht an. Studien zeigen allerdings, immer mehr Kinder haben Konzentrationsschwierigkeiten und Defizite bei Sozialkompetenzen.“ – So oder so ähnlich könnte sich eine Ansage in der tagesschau in einigen Jahren anhören, wenn die Coronakrise wirklich den wünschenswerten Schub für die Digitalisierung bringt. Der neue Zukunfts-Podcast mal angenommen der tagesschau wagt das Gedankenexperiment und untersucht vor dem Hintergrund der flächendeckenden Schulschließungen, wie der Schulalltag in der digitalen Bildungswelt aussieht und welche Bedeutung digitalen Lernformen nun zukommt. Zu Wort kommen Expert*innen aus der Wissenschaft, Gründer*innen von Start-ups als auch diejenigen, die die Situation letztlich am meisten betrifft: die Schüler*innen. (PS)

Ein verlorenes Jahr für die Bildung?
OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher vertritt im Interview mit dem RND die Ansicht, dass Deutschland in puncto Digitalisierung an Schulen einen Riesensprung nach vorn unternehmen sollte. Der Einsatz angemessener Lernsoftware sei dabei nur eine Facette, viel wichtiger hingegen die Haltung im Kollegium. Die Digitalisierung eröffne die Möglichkeit, dass sich Lehrkräfte besser vernetzen und Unterrichtskonzepte untereinander zur Verfügung zu stellen. Auch Birgit Eickelmann, Professorin für Schulpädagogik an der Universität Paderborn, sieht Handlungsbedarf und fordert im Gespräch mit AufRuhr, dem Magazin der Stiftung Mercator: „Wir brauchen jetzt flächendeckende Lösungen, sonst werden wir in den kommenden Wochen viele Schüler*innen zurücklassen.“ (UP)

Umfrage unter Schulleitungen: Kreidezeit in den Klassenzimmern
Die Digitalisierung an Schulen ist vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wichtiger denn je. Lehren und Lernen mittels digitaler Medien ermöglicht in Zeiten der Schulschließungen, dass Bildung gewährleistet wird, aber genau hier gibt es extremen Nachholbedarf – das berichtet der SPIEGEL unter Berufung auf eine Umfrage unter Schulleitungen des Verbandes für Bildung und Erziehung (VBE). Gravierendste Versäumnisse sind hierbei die nicht oder nur teils vorhandene digitale Infrastruktur. Rund zwei Drittel der Schulleitungen beklagen, dass an den Schulen in den Klassenräumen kein WLAN und Breitbandinternet verfügbar ist und keine Klassensätze an Tablets und Co. vorhanden sind. Ebenso stellt das langsame Beantragen von Geldern aus dem Digitalpakt seitens vieler Schulleitungen einen Stolperstein für die Digitalisierung an den Schulen dar. Grund hierfür sei ein Informationsdefizit über die Regelungen zum Abrufen der Mittel. Somit nimmt der Wunsch unter den Schulleitungen zu, gut aufbereitete Informationen zur Verfügung gestellt zu bekommen. (UP)

Versäumnisse bei der Digitalisierung werden sichtbar
Die verlorenen Jahre bei der Digitalpakt-Realisierung treten heutzutage deutlicher denn je zu Tage, berichtet der Deutschlandfunk und fängt hierzu verschiedene Stimmen von Schulleitungen und Lehrkräften ein. So berge die Dringlichkeit des Anliegens aber auch eine Möglichkeit für neue Impulse: „Auf der anderen Seite haben wir jetzt eine Beschleunigung von Entscheidungen!”, so sieht es Hans Weber, Direktor des Gymnasiums Überlingen. Jetzt bedarf es mehr denn je, kreative digitale Lösungen auszuprobieren, damit das Lehren und Lernen auch in Krisenzeiten fortgeführt werden kann. (UP)

Angebote für das Lehren und Lernen zu Hause
In Zeiten von Corona sind kreative Ideen, Konzepte und Lösungen gefragt, damit die Zeit der Schulschließungen sinnvoll genutzt werden kann und nicht zu „Corona-Ferien“ wird. Wer in den letzten Tagen im Netz gestöbert oder TV und Radio eingeschaltet hat, dürfte auf viele gute Beispiele und Angebote gestoßen sein, um diese Zeit des Homeschoolings zu erleichtern. Das Deutsche Schulportal hat eine Auswahl geeigneter Angebote zusammengestellt, die von Angeboten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks oder der Bundeszentrale für politische Bildung, Lern-Apps bis hin zur digitalen Sportstunde des Basketball-Bundesligisten Alba Berlin reicht. Eine weitere umfangreiche Liste mit unzähligen Angeboten hat außerdem das Bündnis für Bildung zusammengestellt. (PS)


VERANSTALTUNGEN



26.03.
Community Call #2: Kollegiale Kooperation
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07.05.
Online Workshop „Zusammenarbeit von Schule und Zivilgesellschaft zur Gestaltung des digitalen Wandels“
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07.05.
Digitales CampBD
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Internet: www.forumbd.de / Telefon: +49 (0) 30 5858 466 60 / E-Mail: kontakt@forumbd.de

Das Forum Bildung Digitalisierung ist eine Initiative der Deutsche Telekom Stiftung, der Bertelsmann Stiftung, der Dieter Schwarz Stiftung, der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, der Robert Bosch Stiftung, der Siemens Stiftung, Stiftung Mercator und der Joachim Herz Stiftung.
Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg Registernummer: VR 36144 B
Gesetzlicher Vertreter und inhaltlich Verantwortlicher: Dr. Nils Weichert, Vorstand
Redaktion: Ulrike Poremski (UP) und Philipp Schulz (PS) 

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