| Liebe Leser:innen, |
| die digitale Transformation und besonders die Möglichkeiten von Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI) verändern das Lehren und Lernen in einem Tempo, das viele noch vor wenigen Jahren für unmöglich gehalten hätten. An dieser Stelle lohnt sich ein Blick auf die Daten aus der jüngsten Erhebung des Monitor Lehrkräftebildung, die in der letzten Woche veröffentlicht wurden.
Die neuen Daten aus der Hochschul- und Länderbefragung zeigen, dass Inhalte zum Thema digitale Medienkompetenz im Lehramtsstudium inzwischen an vielen Hochschulen stärker verankert sind und Medienbildung in der Ausbildung von Lehrkräften zunehmend verbindlicher wird. An einem Drittel der Hochschulen war das Thema aber auch im Wintersemester 2024/25 noch nicht verpflichtend. Mit Blick auf die Integration von Kompetenzen im Umgang mit KI zeigen die Daten, dass KI-Kompetenz in den Curricula bislang nur punktuell verankert ist – vielfach noch in freiwilligen oder optionalen Angeboten.
Diese Befunde sind nicht nur Zahlen auf dem Papier, sondern sie haben auch eine tiefe gesellschaftliche Relevanz: Gegenwärtig wird in Deutschland intensiv über mögliche Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche diskutiert, etwa über Mindestalter-Regelungen für Plattformen wie TikTok und Instagram oder grundsätzliche Nutzungsbeschränkungen. Die Debatte ist ein Ausdruck für die Besorgnis über Risiken wie exzessive Bildschirmzeit, algorithmische Beeinflussung oder psychische Belastungen junger Menschen. Sie verdeutlicht aber auch eine doppelte Herausforderung: Wir müssen jungen Menschen einerseits Schutzräume und klare Rahmenbedingungen bieten, dürfen sie aber andererseits in der digital geprägten Welt nicht allein lassen. Die Aufgabe von Schule ist es, junge Menschen auf die Risiken ebenso wie die Chancen digitaler Technologien für das Leben, Lernen und Arbeiten vorzubereiten.
Die Lehrkräftebildung spielt hier eine zentrale Rolle: Denn Lehrkräfte sind diejenigen, die unsere Schüler:innen auf diese komplexe Lebenswelt vorbereiten müssen. Sie müssen nicht nur technische Anwendungen erklären, sondern auch kritisches Denken, Informationsbewertung, ethische Reflexion und den souveränen Umgang mit digitalen Medien vermitteln. Medienkompetenz ist kein Nice-to-have, sondern eine Schlüsselfähigkeit für demokratische Teilhabe und selbstbestimmtes Lernen. Die Daten des Monitor Lehrkräftebildung belegen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Sie zeigen aber auch, dass wir noch erheblich mehr Einsatz brauchen, um digitale und KI-Kompetenzen systematisch in die Lehrkräfteausbildung einzubetten.
Auch im Hinblick auf Schulleitungen lohnt es sich, diese Diskussion weiterzudenken: Sie stehen als Schlüsselpersonen an der Schnittstelle von schulischer Praxis, Personalentwicklung und strategischer Schulentwicklung. Entsprechend brauchen auch sie bedarfsorientierte Professionalisierungsangebote, worauf wir zuletzt in unserem neuen Orientierungspapier „KI-bezogene Schulleitungsfortbildungen in Deutschland“ aufmerksam gemacht haben. Darüber diskutieren wir auch kommenden Montag, am 23. Februar 2026, unter dem Titel „Zwischen Tools und Transformation: KI in der Schulentwicklung” in unserer Reihe Spotlight BD.
Was es Neues aus unserer Arbeit zu berichten gibt, lesen Sie in unserem heutigen Newsletter. Viel Freude bei der LektĂĽre!
Ihr Team des Forum Bildung Digitalisierung |
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| Illustration: Erik Burić |
| Orientierungspapier zu KI-bezogenen Schulleitungsfortbildungen in Deutschland |
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| KI gehört längst zum Schulalltag – doch finden Schulleitungen dafür passende Unterstützungsangebote? Das Orientierungspapier „KI-bezogene Schulleitungsfortbildungen in Deutschland“ bietet einen Überblick zu aktuellen KI-Fortbildungsangeboten und ordnet sie hinsichtlich ihrer inhaltlichen Ausrichtung ein. Es analysiert Herausforderungen und Bedarfe in der Gestaltung der Fortbildungen, identifiziert gelungene internationale Praxisbeispiele und leitet Impulse für die Weiterentwicklung von Qualifizierungsangeboten für Schulleitungen und ihre Teams ab. Das Orientierungspapier wurde von einem Autorinnenteam des FIBS – Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie erarbeitet und ist Teil der Vorhaben zur Qualifizierung von Führungskräften für die digitale Schulentwicklung, die wir gemeinsam mit der Deutsche Telekom Stiftung, der Dieter Schwarz Stiftung und der Wübben Stiftung Bildung umsetzten. Die Ergebnisse des Orientierungspapiers reflektieren wir am 3. März 2026 auch in einem Fachaustausch über Fortbildungsangebote für Schulleitungen. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht, die Ergebnisse des digitalen Workshops können aber bei Interesse angefragt werden. |
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| Fachaustausch: Leadership und Zusammenarbeit fĂĽr die digitale Schulentwicklung |
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| Digitale Schulentwicklung erfordert klare Führung, abgestimmte Verantwortung und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Schulsystem. Insbesondere im Kontext digitaler Transformation und der Entwicklung schulischer KI-Strategien kommt Schulaufsichten eine zentrale Rolle zu: Sie geben Orientierung und begleiten Schulentwicklung wirksam. Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Leadership und Zusammenarbeit für die digitale Schulentwicklung” haben Schulaufsichten erneut die Möglichkeit, in den gemeinsamen Reflexions- und Erfahrungsraum einzusteigen. Der nächste Präsenztermin am 5. und 6. März 2026 in Bonn steht unter dem Schwerpunkt Schulaufsicht als Leadership. Im Fachaustausch reflektieren wir Rollenverständnisse, Leadership-Handeln und Systemperspektiven im Kontext digitaler Transformation und neuer Technologien. Ziel ist es, Schulaufsichten in ihrer Rolle als gestaltende Akteure digitaler Schulentwicklung weiter zu stärken. Auch Schulleitungen können sich bereits für einen gemeinsamen Austausch mit Schulaufsichten am 21. und 22. Mai 2026 in Bonn anmelden. |
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| Fachtagung „Dimension Digitalisierung - Gesund. Digital. Lernen.“ am 17./18. Juni 2026 in Berlin |
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| Gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz (KMK) veranstaltet das Forum Bildung Digitalisierung am 17. und 18. Juni 2026 die Fachtagung „Dimension Digitalisierung – Gesund. Digital. Lernen.“ in Berlin. In diesem Jahr beteiligt sich Bayern als Präsidentschaftsland der Bildungsministerkonferenz an der Umsetzung der Fachtagung. In verschiedenen Formaten möchten wir gemeinsam mit Expert:innen aus der Bildungsverwaltung, insbesondere aus den Landesinstituten für Lehrkräftefortbildung und Schulentwicklung, den Kultusministerien und zivilgesellschaftlichen Initiativen in einem länderübergreifenden Austausch über verschiedene Themen des Wohlbefindens von Kindern und Jugendlichen in der Kultur der Digitalität ins Gespräch kommen. Themen der Veranstaltung sind unter anderem die bewusste und verantwortungsvolle Nutzung digitaler Medien sowie Resilienz in digitalen Lebenswelten. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich und eine Teilnahme ist nur nach Einladung möglich. |
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| SPOTLIGHT BD |
| Zwischen Tools und Transformation: KI in der Schulentwicklung |
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| 23. Februar 2026 |
| 16:00 – 17:30 Uhr |
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| Moderation: Anja Reiter |
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| Längst hat KI Einzug in das Schulsystem gehalten und umfassende Transformationsprozesse angestoßen. Schulleitungen und ihre Teams spielen dabei eine zentrale Rolle: Ihnen kommt die Aufgabe zu, die notwendigen Schulentwicklungsprozesse zu steuern, Innovationsräume zu gestalten und Verantwortung für die rechtssichere und lernförderliche Berücksichtigung von KI in Schule und Unterricht zu übernehmen. Wie kann KI nachhaltig in der Schulentwicklung verankert werden? Welche Herausforderungen und Bedarfe bei der Umsetzung und Weiterentwicklung von Fortbildungen für Schulleitungen und ihre Teams gibt es? Und wie können Landesinstitute und Schulleitungen diesen Aufgaben angesichts begrenzter Ressourcen begegnen? Anlässlich der Veröffentlichung unseres Orientierungspapiers „KI-bezogene Schulleitungsfortbildungen in Deutschland“ laden wir am 23. Februar 2026 von 16:00 bis 17:30 Uhr zu einer Online-Veranstaltung in unserer Reihe Spotlight BD ein. |
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| Gäste: |
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| Bianca Ely |
| Leitung Handlungsfeld „Konzepte und Qualifizierung“, Forum Bildung Digitalisierung |
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| Hannah Glinka |
| Wissenschaftliche Mitarbeiterin, FIBS – Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie |
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| Norman Graf |
| Zweiter Konrektor, Hoffmann-von-Fallersleben Realschule |
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| Dr. Anika Limburg |
| Leitung, Bildungscampus Saarland |
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| Pavle Madzirov |
| Schulleiter, Sekundarschule am Biegerpark |
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| 02.03.2026, 16:00 – 17:00 UHR |
| Community Call |
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| Always on? Digital Wellbeing in Unterricht und Schulentwicklung |
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| Noch ein letztes Video auf TikTok, eine Runde das Lieblingsspiel spielen und auf die Nachricht im Gruppenchat antworten – aktuelle Studien wie die JIM-Studie 2025 zeigen, dass die durchschnittliche Bildschirmzeit Jugendlicher allein beim Smartphone bei knapp vier Stunden täglich liegt. Dabei prägen digitale Medien den Alltag junger Menschen nicht nur im privaten, sondern auch im schulischen Umfeld. Sie eröffnen sowohl vielfältige Lern- und Kommunikationschancen, bergen aber auch Herausforderungen, die sich auf das körperliche, emotionale und geistige Wohlbefinden niederschlagen können. Neben exzessiver Nutzung gibt es weitere Risiken wie Cybermobbing oder Dark Patterns. Lehrkräfte und Schulleitungen stehen vor der Aufgabe, diese Entwicklungen zu erkennen, einzuordnen und Schüler:innen präventiv zu begleiten. Wie sieht die digitale Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen aus und was sind problematische Nutzungsmuster? Wie kann eine bewusste Mediennutzung und digitale Resilienz in der Schule gefördert werden? Und wie kann das Wohlbefinden von Schüler:innen in schulische Entwicklungsprozesse einfließen? Im Community Call am 2. März 2026 von 16:00 bis 17:00 Uhr diskutieren wir darüber, wie Digital Wellbeing im Unterricht und in der Schulentwicklung gezielt unterstützt werden können. |
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| Mit Rudolf Kammerl, Amy Kirchhoff, Philipp Sykownik |
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| Die MehrÂheit der beÂfragÂten JuÂgendÂliÂchen (56 Prozent) spricht sich gegen ein geÂneÂrelÂles HanÂdyÂverÂbot an SchuÂlen aus. HauptÂarÂguÂmenÂte sind die BeÂdeuÂtung der schnelÂlen KomÂmuÂniÂkaÂtiÂon mit FaÂmiÂlie und FreunÂden (60 ProÂzent) und die NĂĽtzÂlichÂkeit von SmartÂphones fĂĽr LernÂzweÂcke und ReÂcherÂchen (55 ProÂzent). |
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| Postbank Jugend-Digitalstudie 2025 |
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| Gastbeitrag |
| Wie digital muss digitale SchulfĂĽhrung sein? EINBLICKE IN WISSENSCHAFTLICHE ERKENNTNISSE ZUM SCHULLEITUNGSHANDELN IN DER DIGITALEN TRANSFORMATION |
| Jan Florian Sievert |
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| Schulleitungen brauchen keine Technikexpert:innen zu sein, um ihre Schule erfolgreich durch die digitale Transformation zu fĂĽhren. Digitale Kompetenzen und technisches Wissen der Leitung sind ohne Frage hilfreich, entfalten ihre Wirkung im schulischen Transformationsprozess jedoch eher indirekt. |
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| Interview |
| Joachim Dieterich: „Für uns ist entscheidend herauszufinden, wo wir einen Mehrwert für alle Bundesländer schaffen können.” |
Sophie Czilwik Lesedauer: 8 Minuten |
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| GASTBEITRAG |
| Universal Design for Learning als Leitkonzept schulischer Inklusion im digitalen Wandel |
Lukas Fehlings Lesedauer: 9 Minuten |
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| Interview |
| Martina Diedrich: „Es gibt inzwischen sehr datenaffine Personen in den Schulen und Aufsichtsbehörden” |
Torben Bennink Lesedauer: 8 Minuten |
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| Was wir aktuell lesen |
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Regelmäßig stoßen wir auf lesenswerte Artikel und inspirierende Interviews, neue Publikationen oder spannende Videos. Mit unserer Netzlese bleiben Sie über aktuelle Themen und Diskussionen immer up-to-date!
- „Einmal ganz neu denken, was Schulträger sein können“ – das war das Vorhaben der Weimarer Gespräche. Entstanden ist ein Policy Paper, das einen neuen Typ von Schulträgern skizziert: sozialunternehmerisch, gemeinnützig und mit weitreichenden Kompetenzen. (YH)
- Nele Hirsch schlägt in einem neuen Blogbeitrag im eBildungslabor eine gemeinwohlorientierte Digitalpädagogik vor. Dabei sollen digitale Infrastruktur und die entsprechenden Eigentumsverhältnisse in den Blick genommen werden. (YH)
- Der Verein Journalismus macht Schule hat in seinem aktuellen Impulspapier die schulische Vermittlung von Nachrichten- und Informationskompetenz aus sieben Ländern genauer unter die Lupe genommen. Anhand ihrer Vorgehensweisen sind elf Handlungsempfehlungen entstanden, die den Unterricht hierzulande sinnvoll weiterentwickeln können. (ES)
- Ins Tun kommen: Laut Erziehungswissenschaftlerin Gabriele Weigand ist die Datenlage für die Schulentwicklung bereits ausreichend, um digitale Schulentwicklungsprozesse für das gesamte Bundesgebiet zu realisieren – es fehle jedoch eine gemeinsame Vision. Ein Beitrag im Blog von Jan-Martin Wiarda. (ES)
- Gedenken neu denken: Im Interview mit der Heinrich Böll Stiftung sprechen Schauspielerin Riva Krymalowski, Aktivistin Susanne Siegert und Henning Wellmann von den Arolsen Archives über Erinnerungskultur in Zeiten von TikTok und Co. und der Geschichte des Nationalsozialismus. (ES)
- Nachhaltigkeit digital denken: Mit der Lernplattform Digital ESD möchte das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU) Nachhaltigkeits- und Gerechtigkeitsthemen stärker im Unterricht verankern. Dazu können sich Lehrkräfte aus einem großen Themenfundus angelehnt an die Nachhaltigkeitsziele der UN bedienen. (ES)
- Die Lernlandkarte zeigt, wie Schüler:innen sich guten Politikunterricht und „traumhafte“ Schulen der Zukunft vorstellen. Entstanden ist sie in einem partizipativen Forschungsprojekt mit Berufsschüler:innen. Sie bündelt Ideen zu Unterricht, Schule und Beziehungsgestaltung und lädt zum Stöbern, Staunen und Nachdenken ein. Ein inspirierender Ratgeber für alle, die Politikunterricht und Schule aus Schüler:innen-Perspektive gestalten wollen. (PhiSch)
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| Der regelmäßige Newsletter zu Neuigkeiten des Forum Bildung Digitalisierung und seinen Mitgliedsstiftungen sowie einem Überblick zu aktuellen Meldungen und Veranstaltungen rund um die digitale Transformation im Schulsystem – kurz zusammengefasst und eingeordnet von unserem Team. |
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